Mungdal – ein Musthave im Ayurveda

Ayurveda ohne Mungdal – das ist wie Schwaben ohne Linsen: undenkbar! Deshalb stelle ich Ihnen heute mein Lieblgingsrezept für diesen indisch-ayurvedischen Klassiker vor. Dieses Rezept finden Sie zusammen mit einigen anderen Rezepten von mir in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Köstlich Vegetarisch“. Schauen Sie mal rein!

 

Zutaten (für 4 Personen)

1            Zwiebel
1            Knoblauchzehe
1 TL       Koriandersamen
1 TL       Fenchelsamen
2 TL       Ghee
1 TL       Kreuzkümmel
½ TL       Kurkuma
½ TL       Garam Masala
½ TL       Asafoetida
250 g    Mungdal (Mungbohnen)
¾ L       Wasser
1 TL      Steinsalz
Zitronensaft

 

 

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Koriandersamen und Fenchel mörsern.

Ghee in einem Topf erhitzen. Kreuzkümmel kurz anrösten bis es etwas dunkler wird.
Dann Koriander, Fenchel und Kurkuma mit anrösten. Zwiebel und Knoblauch mit andünsten.

Hitze sofort reduzieren. Knoblauch sollte nur leicht bräunlich werden.
Asafoetida und Garam Masala hinzufügen.
Die Mungbohnen unterrühren. Dann mit heißem Wasser aufgießen und köcheln lassen, bis das Dal weich ist.

Zum Schluss mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

 

Wissenswertes

Dal, manchmal auch Dhal geschrieben, nennt man in der indischen Küche Hülsenfrüchtegerichte. Für die meisten ist Mungdal ein Linsengericht. Streng genommen müsste man es ein Bohnengericht nennen. Denn: Mungdal ist die Mungbohne, also eine Bohne. Im Handel finden Sie ganze und geschälte Mungbohnen. Die ganzen Bohnen haben noch ihre grüne Schale. Geschält sind es zwei gelbe Bohnenhälften, welche Linsen ähneln. Daher die Verwechslung. Bei guter Verdauung können Sie das Rezept mit den ganzen Bohnen kochen. Besser verdaulich sind die geschälten gelben Bohnenhälften. Interessant auch: Mungbohnen gekeimt werden im Handel meist als Sojasprossen verkauft, obwohl sie mit Soja eigentlich nichts zu tun haben. So verkehrt ist die Welt.

Aber zurück zu Mungdal: Dieses Gericht wird im Ayurveda als eine alte Heilnahrung betrachtet. Nach schwerer Krankheit gibt man Mundgal möglichst flüssig oder als Suppe, damit eine Person wieder zu Kräften kommt. Die geschälte Mungbohne ist – obwohl Hülsenfrucht – leicht verdaulich und kaum blähend.  Sie wird auch von Vata-Typen gut vertragen, die häuftig zu Blähungen neigen. Mehr über Hülsenfrüchte erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Wenn Ihnen das Gericht zu indisch ist, dann tauschen Sie einfach Mungbohnen durch Alblinsen oder Tellerlinsen aus. In diesem Fall sollten Sie die Linsen vor dem Kochen einige Stunden einweichen. Auch bei den Gewürzen können Sie gern etwas variieren.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

Bis zum nächsten Mal

Ihre
Maria Hufnagl

 

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